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Oschatz
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Oschatz [] ist eine sächsische Große Kreisstadt, nennt sich „die Stadt im Herzen von Sachsen“ und liegt etwa 55 km östlich von Leipzig an der Bahnstrecke Leipzig–Dresden.

Contents

Verkehr
Bildung

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Geographie

Lage und Klima

Oschatz liegt in hügeliger Umgebung im Tal der Döllnitz, die als linker Nebenfluss etwa 15 km weiter östlich bei Riesa in die Elbe mündet. Oschatz liegt in einem waldreichen Gebiet mit dem Wermsdorfer Forst und dem Collmberg sowie der Dahlener Heide, die durch Rad- und Wanderwege erschlossen sind. Umliegende Gemeinden sind im Uhrzeigersinn: Liebschützberg, Naundorf, Mügeln, Wermsdorf und Dahlen.

Die durchschnittliche Lufttemperatur in Oschatz beträgt 8,6 °C,cite-ref-2[2] der jährliche Niederschlag 570 Millimeter.cite-ref-3[3]

Stadtgliederung

Die Stadt Oschatz gliedert sich neben dem Hauptort in folgende 14 Ortsteile:

• Kleinforst
• Fliegerhorst
Leuben
Limbach (mit Haida)
• Mannschatz
• Rechau
Thalheim (mit Saalhausen und Kreischa)

Geschichte

Ersterwähnung bis 18. Jahrhundert

Das Gebiet der heutigen Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Von der einstigen sorbischen und frühdeutschen Burgwardanlage in Altoschatz ging der aus dem Sorbischen stammende Ortsname Oscec (= Ozzec = Verhau) hervor. 1200 wurde ein Johannes de Ozzetz erwähnt, jedoch ist die Zuweisung zu Oschatz unsicher. Die sichere Ersterwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1238, hier wurde Ozzechz in einer Urkunde des Markgrafen Heinrich III. von Meißen genannt. Die älteste im Stadtarchiv befindliche Urkunde, ein Indulgenzbrief des Bischofs Conrad von Meißen, ist auf 1246 datiert. Im Jahr 1344 wurde die Bürgerwehr Die Geharnischten durch den Städtebund Oschatz, Torgau und Grimma erstmals erwähnt, seit 1365 ist auch ein Schulmeister überliefert. Eine „Vestung“ wurde in Oschatz 1377 erstgenannt, es wurde ein Stadtwachturm auf dem Gebiet des heutigen Museums errichtet. 1394 wurde der Stadt das Marktrecht zugesprochen.

Nach dieser Zeit des Wohlstands folgte die Stadtplünderung durch die Hussiten. Die Stadt wurde verwüstet und gebrandschatzt. Im Jahr 1451 besaß Oschatz das Meilenrecht, dies kann aus einem Innungsbrief der Schuhmacher belegt werden. Am Neumarkt wurde 1477 ein erstes Rathaus errichtet. 1478 schließlich erwarb die Stadt die eigene Gerichtsbarkeit vom Landesherren. Das heute noch bestehende Rathaus wurde in den Jahren von 1538 bis 1546 erbaut. Während der Reformation wurde Oschatz wie viele umliegende Städte protestantisch. Heute befinden sich Briefe von Luther, Melanchthon und Justus Jonas dem Älteren im Ratsarchiv. Um 1566 forderte die Pest unter 3000 Einwohnern in der Stadt 900 Tote. Oschatz war 1583 von Hexenverfolgung betroffen. Leonhard Sihra geriet in einen Zaubererprozess und wurde erhängt.cite-ref-4[4]

1616 ereignete sich der erste Stadtbrand, der 440 Häuser und Scheunen vernichtete. Es blieben lediglich 24 Häuser innerhalb der Stadtmauern unversehrt. Im Jahr 1626 war Oschatz mit 3500 Einwohnern siebtgrößte Stadt in Sachsen. In den Jahren 1631 bis 1648 wurde die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Krieges mehrere Male geplündert, Bürger wurden einquartiert oder kontributiert. Eine zweite Pestwelle forderte noch einmal etwa 2000 Opfer. Bis 1650 fiel die Einwohnerzahl auf 1700. Bei einer dritten und letzten Pest starben zwischen 1680 und 1682 noch einmal 658 Menschen, davon 231 Kinder. Im Jahr 1683 wurde eine Poststation eingerichtet; der folgten 1724 steinerne Kursächsische Postmeilensäulen, die heute nicht mehr vorhanden sind. Während des Siebenjährigen Krieges trafen die Parteien unter anderem im Gefecht bei Oschatz zusammen. 1769 wurde die Schulpflicht für Kinder von fünf bis vierzehn Jahren in Oschatz eingeführt.

19. Jahrhundert bis heute

1801 wurde mit dem „Oschatzer Erzähler“ die erste Zeitung der Stadt herausgegeben. Während der Napoleonischen Herrschaft 1806–1813 gab es Truppenbewegungen durch die Stadt. Im April 1813 verweilte Johann Wolfgang von Goethe im Gasthof „Löwe“. 1818 wurde Oschatz Garnisonsstadt des sächsischen Schützenbataillons. Mit der Fertigstellung des Bahnhofes „Zschöllau / Oschatz“ 1838 bekam die Stadt Anschluss an die noch im Bau befindliche erste deutsche Ferneisenbahn, die Leipzig-Dresdner Eisenbahn, die schließlich 1839 fertiggestellt wurde. 1842 zerstörte ein zweiter Stadtbrand 375 Gebäude. Im Jahr 1867 wurde Oschatz Garnisonsstadt für das 1. Ulanenregiment in der 1. Königlich Sächsischen Division. 1875 wurde aus dem Gerichtsamt die Amtshauptmannschaft Oschatz gebildet. 1885 begann der Bau der Schmalspurbahnstrecke nach Mügeln, 1891 wurde die Schmalspurstrecke nach Strehla fertiggestellt. Das erste städtische Krankenhaus wurde 1895 am Stadtpark errichtet. 1914 wurde Konrad Sieblist Bürgermeister, der 25 Jahre im Amt blieb.

Die Oschatzer Turner leisteten 1863 bei einem Brand im Gasthof Naundorf Hilfe und beschlossen daraufhin eine freiwillige Turnerfeuerwehr zu gründen, aus der später die städtische Feuerwehr hervorging.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]

Von April bis Mai 1933 bestand im städtischen Ferienlager Pappenheim ein Konzentrationslager.

Am 1. Juli 1934 wurde der Ort Zschöllau eingemeindet. Ein Jahr später wurden der Oschatzer Fliegerhorst gebaut und eine Wehrkreisremonteschule gebildet. Während des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 kam es zu keinen großen Kriegszerstörungen.

Vom Februar 1941 bis April 1945 befand sich in der Oschatzer Lutherstraße die Hauptverwaltung des Kriegsgefangenenlagers Stalag IV G der deutschen Wehrmacht. Von hier aus wurden Zehntausende von Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit im näheren und auch weiteren Umkreis verteilt.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]

Am 26. April 1945 wurde Oschatz kampflos an die amerikanischen Truppen übergeben. Am 5. Mai wurden diese durch sowjetische Truppen abgelöst.

Weitere Eingemeindungen erfolgten am 1. Juli 1950 mit Altoschatz und Ortsteilen sowie mit Striesa. Oschatz wurde 1952 Kreisstadt des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Oschatz, der im Bezirk Leipzig lag. 1976 begann der DDR-Wohnungsbau in Oschatz-West in Plattenbauweise und dauerte bis 1987 an. Am 1. Januar 1973 wurde Lonnewitz (mit Rechau und dem am 1. Juli 1950 eingemeindeten Zöschau) nach Oschatz eingemeindet. Merkwitz, Schmorkau (mit dem am 1. Juli 1950 eingegliederten Mannschatz) und Thalheim (mit Kreischa und dem seit dem 1. Januar 1936 zu Thalheim gehörenden Ort Saalhausen) kamen am 1. Januar 1974 hinzu. Die Stadt hatte 1979 insgesamt 18.804 Einwohner. Die 750-Jahr-Feier der Ersterwähnung 1238 fand 1988 statt.

Nach der Wende wurde 1990 der erste Stadtrat frei gewählt. Oschatz hatte nun 19.392 Einwohner. Am 1. Januar 1994 wurden als letzte Ortsteile Limbach und Leuben eingemeindet. Mit der Bildung des Landkreises Torgau-Oschatz verlor die Stadt den Kreissitz nach Torgau und wurde 1997 Große Kreisstadt. 2000 wurde 800-jähriges Ortsjubiläum gefeiert. In den Jahren 2000 bis 2005 wurden Neu- und Altmarkt sowie das Rathaus rekonstruiert. 2006 richtete Oschatz die vierte sächsische Landesgartenschau aus. 2010 errang die Stadt Silber beim Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“.

Geschichte des Ortsnamens

Der Ortsname findet sich 1200 als de Ozzetz, 1219 als Oscethz, 1350 als Oschecz und 1358 als Oschacz belegt. Er geht auf altsorbisch *osĕč zurück, was „durch einen Verhau geschützter Ort“ bedeutet.cite-ref-9[9]

Veraltet ist die Herleitung von einem slawischen Wort, das „Ost-, Morgenlicht“ bedeuten soll.cite-ref-10[10] Scherzhaft ist die Erklärung, wonach der Kaiser nach einem Namen für die Stadt an der Döllnitz suchte und seine Frau fragte: „Wie soll ich diese Stadt nur nennen?“, worauf diese geantwortet habe: „Oh Schatz …“

Politik

Stadtratswahl 2024

Wahlbeteiligung:

60,8 % (2019: 53,3 %)

%

40

30

20

10

0

33,9 %

24,7 %

21,0 %

6,1 %

5,9 %

4,9 %

2,6 %

0,8 %

AfD

CDU

FWO

Linke

SPD

Grüne

FS

FDP

Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2019

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12

10

8

6

4

2

0

−2

−4

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+11,3

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+1,3

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+1,7

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−4,3

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+2,6

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−5,0

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AfD

CDU

FWO

Linke

SPD

Grüne

FS

FDP

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%

Stadtrat

Die Stadtratswahl am 9. Juni 2024 war die jüngste Wahl des Stadtrats von Oschatz. Eine Übersicht über diese und vergangene Wahlen gibt die Tabelle:

| | Partei/Liste | 2024 [ 11 ] | 2024 [ 11 ] | 2019 [ 12 ] | 2019 [ 12 ] | 2014 [ 13 ] | 2014 [ 13 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | Partei/Liste | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze |
| | AfD | 33,9 | 9 | 22,6 | 6 | – | – |
| | CDU | 24,7 | 6 | 23,4 | 7 | 36,9 | 11 |
| | Freie Wähler Oschatz (FWO) | 21,0 | 5 | 19,3 | 5 | 12,7 | 3 |
| | Die Linke | 6,1 | 2 | 11,9 | 3 | 19,2 | 5 |
| | SPD | 5,9 | 2 | 6,7 | 2 | 4,9 | 1 |
| | Bündnis 90/Die Grünen | 4,9 | 1 | 9,2 | 2 | 7,4 | 2 |
| | Freie Sachsen | 2,6 | 1 | – | – | – | – |
| | FDP | 0,8 | – | 5,8 | 1 | 12,9 | 3 |
| | NPD | – | – | 1,2 | – | 5,9 | 1 |
| | Gesamt | 100 | 26 | 100 | 26 | 100 | 26 |
| | Wahlbeteiligung (in %) | 60,8 | 60,8 | 53,3 | 53,3 | 42,3 | 42,3 |

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2022 David Schmidt.

| Wahl | Bürgermeister | Vorschlag | Wahlergebnis (in %) |
|---|---|---|---|
| 2022 | Siegmar David Schmidt | Schmidt | 52,0 |
| 2015 | Andreas Kretschmar | Kretschmar | 96,6 |
| 2008 | Andreas Kretschmar | Kretschmar | 80,4 |
| 2001 | Andreas Kretschmar | Kretschmar | 78,1 |

Wappen, Flagge und Dienstsiegel

Die Große Kreisstadt Oschatz führt laut Hauptsatzung vom 1. Januar 2002 ein Wappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel. (1) Das Wappen zeigt auf gelbem Grund einen stehend schwarzen Löwen und 3 rote Sterne. Es handelt sich hierbei offensichtlich um eine Variante des Meißner Löwen. (2) Als Flagge führt die Große Kreisstadt Oschatz die Farben Schwarz/Gelb in Längsbahnen. Es kann auf dieser Flagge auch das Wappen angebracht sein. (3) Ihr Siegel trägt Namen und Wappen der Stadt. Unter dieser Satzung gedruckt, beurkundet es seine Form.

Partnerstädte

• Frankreich Vénissieux in Frankreich
• Tschechien Třebíč (Trebitsch) in Tschechien
• Deutschland Blomberg in Deutschland
• Deutschland Filderstadt in Deutschland
• Polen Starogard Gdański (Preußisch Stargard) in Polen

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch

:

Liste der Kulturdenkmale in Oschatz

Die Oschatzer Altstadt hat noch Teile des mittelalterlichen Mauerrings. Nach zwei großen Stadtbränden 1616 und 1842 stammt die heutige Bebauung überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Manches ist aber älter.

Bauwerke an Kirchplatz und Neumarkt

• Das Rathaus wurde von 1538 bis 1546 auf dem Grundstück eines seit 1477 von der Stadt erworbenen und als Rathaus genutzten Privathauses errichtet. Nach dem Brand von 1842 wurde beim Wiederaufbau nach Plänen von Gottfried Semper der Turm um mehrere Stockwerke erhöht, dagegen der Stufengiebel um eine Etage vermindert.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
• Die zweitürmige Kirche St. Aegidien ist ein neugotisches Bauwerk aus den Jahren 1846–1849 auf dem Grund mittelalterlicher Vorgänger.cite-ref-16[16]
• Im Südturm von St. Aegidien befindet sich die bis 1968 bewohnte Türmerwohnung. Heute sind die drei kleinen Räume zu besichtigen, in denen zuletzt ein Türmer mit seiner vierzehnköpfigen Familie lebte.cite-ref-17[17]
Vogtshaus, ursprünglich ein romanischer Bau aus dem Jahr 1180, mehrfach umgestaltet, von 1544 bis 1843 Zunfthaus der Tuchmacher.
Stadtschreiberei. Die heutige Gestalt des Gebäudes entstand weitgehend von 1611 bis 1617.
Alte Stadtschule, heutiges Gebäude von 1629.
Rektorat, heutiges Gebäude von 1621.

Bauwerke in der übrigen Altstadt

• Die Klosterkirche (St. Marien)cite-ref-18[18] gehörte ursprünglich zu einem 1228 gegründeten Franziskanerkloster. Der heutige gotische Kirchenbau wurde 1428 errichtet, nach der Zerstörung der alten Kirche bei einem Hussitenvorstoß. Seit der Reformation diente das Gebäude zumeist nicht kirchlichen Zwecken, beherbergt aber seit 1924 nach Umbauten im Inneren wieder einen Andachtssaal und andere Räumlichkeiten der evangelischen Kirchengemeinde.cite-ref-19[19]
• Das Archidiakonat diente seit 1394 als Armenspital und umfasst auch die Elisabethkapelle aus dem Jahr 1410 mit Fresken.
• Das Stadt- und Waagenmuseum ist ein Ensemble aus vier Gebäuden:

Ratsfronfeste, errichtet 1573/74, beherbergt unter anderem eine Folterkammer,
Amtsfronfeste, errichtet zwischen 1553 und 1556 als Wohnung des Fronboten,
Burschenhaus, beherbergt das Waagenmuseum,
Wachturm von 1377, zugänglich als Aussichtsturm, Teil der Stadtmauer.

Zu den Schätzen des Museums gehört ein Manuskript des Sachsenspiegels aus dem Jahr 1382.

Kleinere Objekte im Stadtbild

Marktbrunnen von 1588/89
• ein Korbpranger von 1532 beim Rathausturm
• Nachbildungen alter Meilensteine

• von 1724 an der Ecke Brüderstraße/Leipziger Platz (ehemaliges Leipziger Tor)
• von 1860 am ehemaligen Altoschatzer Tor (Original im Garten des Museums)

Bauwerke außerhalb der Altstadt

Schloss Osterland, „Wüstes Schloss“, Ruine einer vierflügeligen Schlossanlage aus dem 13. Jahrhundert, schon seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr genutzt.
Kirche Altoschatz, 1330 Pfarrkirche, heutiges Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
• Die Friedhofskirche St. Georg, gotische Saalkirche mit flacher Decke, 1583–1587 während einer Pestepidemie errichtet, heute städtische Trauerhalle.
Schloss Leuben, barocker Landsitz.

Verkehrsbauwerke

Döllnitzbahn, 750 mm Spurweite, Alltags- und Museumsbetrieb, Schülerverkehr in das Thomas-Mann-Gymnasium während der Schulzeit
• Brücke aus Textilbeton im Stadtpark, 8,6 m lang und 2,5 m breit. Sie ist die weltweit erste derartige Brücke, wurde an der TU Dresden entwickelt und zur Landesgartenschau 2006 errichtet.

Gedenkstätten

• Ehrenmal im Stadtpark für die Opfer des Faschismus mit einer zusätzlichen Erinnerungstafel für französische Widerstandskämpfer, die 1984 angebracht wurde
• Grabstätten und Gedenkstein auf dem Friedhof seitlich der Kapelle für 19 weibliche, überwiegend jüdische KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch von einem der Außenlager des KZ Buchenwald im April 1945 ums Leben kamen
• Auf dem gleichen Friedhof befindet sich die Grabstätte des Widerstandskämpfers Erich Vogel
• Gedenkstein an der Ecke Leipziger Platz/Friedrich-Naumann-Promenade zur Erinnerung an den Zwischenaufenthalt des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, bevor dieser in das Zuchthaus Bautzen überführt wurde
• Gedenktafel am Haus Strehlaer Straße 5, gleichfalls Thälmann gewidmet, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde

Naturschutz
Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Schienenverkehr hat Oschatz über den Bahnhof Oschatz Anschluss an die Bahnstrecke Leipzig–Dresden und die schmalspurige Döllnitzbahn über Mügeln nach Kemmlitz/Glossen.

Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Mitteldeutschen Verkehrsverbund erbracht. Folgende Verbindungen führen ab Oschatz:

• Linie 781: Oschatz ↔ DahlenSchmannewitzSitzenrodaTorgau
• Linie 801: Oschatz ↔ LampersdorfCollmMahlisWermsdorf

Des Weiteren hat Oschatz ein Stadtbussystem, das auf zwei Linien den Busverkehr der Stadt sichert. Zentrale Haltepunkte sind der Bahnhof sowie der innerstädtische Busbahnhof. Stadt- und Regionalbuslinien werden von der Nordsachsen Mobil betrieben.

Im Luftverkehr gibt es als Sonderlandeplatz den Flugplatz Oschatz. Der nächste große Verkehrsflughafen ist Leipzig/Halle.

Zudem hat Oschatz eine Autobahnanbindung an die Bundesautobahn 14 über die Ausfahrten Mutzschen, Leisnig oder Döbeln-Nord. Die Bundesstraße 6 führt durch die Stadt und die Bundesstraße 169 führt wenige Kilometer an Oschatz vorbei und dient der regionalen Anbindung an die A 14 sowie die Städte Döbeln (Richtung Chemnitz) und Riesa (Richtung Cottbus).

Ansässige Unternehmen

Größere ortsansässige Unternehmen sind das Betonwerk Oschatz, ein mittelständischer Fertigteilproduzent, die Gebrüder Lotter KG ehemals DOROW & Sohn KG im Bereich Großhandel Haustechnik, Stahl und Flüssiggas, der Elektrobau Oschatz, ein Hersteller von Zündeinrichtungen für Leuchtstofflampen, Frankenstolz, ein Zweigwerk eines mittelständischen Betten- und Matratzenproduzenten und die Oschatzer Fleischwaren GmbH. Des Weiteren gibt es die Oschatzer Waagen GmbH im Bereich der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Service von Schütt-, Absack- und Behälterwaagen sowie Big-Bag-Befüll- und -Entleereinrichtungen, die P-D Glasseiden GmbH Oschatz, ein Hersteller von Endlos-Glasfasern für die Kunststoffverstärkung, das Unternehmen Pharma-Ei (Mannschatz), ein Zulieferer für die Produktion von Impfseren, sowie die Tyczka Totalgaz GmbH, u. a. ein Tanklager für Autogas für Umkreis von ca. 100 Kilometern. Im Ortsteil Lonnewitz befindet sich der Fach- und Versandhandel Musikhaus Korn.

Die Collm Klinik Oschatz GmbH ist mit 210 Betten ein Krankenhaus der Regelversorgung, Träger sind der Landkreis und die Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH.

Bildung

In Oschatz sind die folgenden Schulen beheimatet:

• Berufliches Schulzentrum Oschatz
• Thomas-Mann-Gymnasium
• Robert-Härtwig-Schule (Real- und Hauptschule)
• Grundschule Zum Bücherwurm
• Grundschule Collmblick
• Grundschule Magister Hering
• Rosenthalschule (Förderschule)
• Heimerer Schule (Ausbildung in Pflegeberufen)

Sonstiges

Der „AcademixerJürgen Hart hat einmal die Frage, wo das reinste Sächsisch gesprochen wird, mit „Oschatz“ beantwortet, „weil sich hier die Einflüsse von Leipzig und Dresden mischen“.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Balthasar Sartorius (1534–1609), lutherischer Theologe
Johannes Rhenius (1574–1639), Pädagoge
Johann Georg Böse (1662–1700), Theologe
Siegmund Ehrenfried von Oppel (1687–1757), Kammerpräsident, Obersteuerdirektor und Präsident des Geheimen Rats von Sachsen-Gotha-Altenburg
Christian David Aster (1691–1754), Komponist
Johann August Richter (um 1695–nach 1743), Kartograph und Zeichner
Heinrich Karl Eichstädt (1771–1848), Altphilologe, Professor in Leipzig und Jena
Christian Gottlob Atenstädt (1782–1860), Mitglied der sächsischen Landtages und Kreisamtmann
Ludwig Theodor Zöllner (1796–1860), Zeichner und Lithograph
Franz Eduard Gehe (1797–1875), Jurist und Kommunalpolitiker
Constantin Hering (1800–1880), gilt als Begründer der Homöopathie in Amerika
Adolf Ferdinand Krech (1803–1869), Schuldirektor
Hermann von Holleufer (1803–1878), Oberregierungsrat sowie Mitglied im Erfurter Unionsparlament
Carl Eduard Hering (1807–1879), Lehrer, Organist und Komponist
Heinrich Wilhelm Teichgräber (1809–1848), Lithograph und Künstler
Franz Ludwig Gehe (1810–1882), geboren in Merkwitz, chemisch-pharmazeutischer Unternehmer, Politiker und Philanthrop
August Witzschel (1813–1876), klassischer Philologe und Gymnasiallehrer
Benjamin Witzschel (1822–1860), Mathematiker und Gymnasiallehrer
Hermann von Nostitz-Wallwitz (1826–1906), sächsischer Innen- und Außenminister, Minister des Königlichen Hauses
Wilhelm Hermann Hammer (1831–1890), sächsischer Generalleutnant
Hugo Nauck (1837–1894), Architekt, Oberbaurat und Landbaumeister in Sachsen
Ernst Wahliss (1837–1900), österreichischer Geschäftsmann und Porzellanwarenfabrikant
Agathe Zeis (1840–1887), Gründerin der ersten deutschen Lehrmeierei
Heinrich Sigismund Uhlrich (1846–1937), Holzstecher
Arthur Löbner (1851–1940), Politiker, Jurist und Textilunternehmer
Walter Schelcher (1851–1939), Jurist und Wirklicher Geheimer Rat
Otto Friedrich Wolf (1855–1940), Maler
Julius Tischendorf (1863–1945), Lehrer und Geograph
Karl Wilhelm von Oppel (1867–1930), geboren in Zöschau, Gutsbesitzer, Abgeordneter in der Ersten Kammer des Sächsischen Landtags
Otto Mangler (1871–1952), Jurist und Politiker (Konservativer Landesverein in Sachsen), Abgeordneter im Landtag von Sachsen
Arwed von der Planitz (1875–1943), Offizier
Hans Winkler (1877–1945), Botaniker
Margarethe Bartsch (1880–1971), Buchbinderin und Schriftgestalterin
Siegfried Sieber (1885–1977), Heimatforscher und Lehrer
Erich Günther (1886–1951), Pädagoge
Curt Höppner (1887–1966), Bauingenieur, Architekt und Direktor der Baugewerkschulen in Deutsch Krone, Frankfurt (Oder), Eckernförde, Münster und Köln
Theodor Schultze-Jasmer (1888–1975), Maler, Grafiker und Fotograf
Friedrich Burkhardt (1890–nach 1950), Gewerkschaftssekretär, Polizeihäftling im KZ Buchenwald und nach ihrer Eröffnung Führer durch die Gedenkstätte
Arthur Moritz (1893–1959), Maler
Susanne Leonhard (1895–1984), Schriftstellerin
Erich Vogel (1895–1943), Lehrer, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
Gustav Adolf von Nostitz-Wallwitz (1898–1945), Generalmajor
Rudolf Berthold (1903–1976), Fußballspieler
Klaus von Pape (1904–1923), Teilnehmer des Hitlerputsches
Walter Hellmich (1906–1974), Herpetologe und Ökologe
Rosa Winkler (1907–1991), Funktionärin des Demokratischen Frauenbunds Deutschlands (DFD), Abgeordnete im Deutschen Volksrat
Helmut Tanzmann (1907–1946), Jurist, SS-Führer und Regierungsrat beim Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD)
Rudolf Greifeld (1911–1984), Jurist, Geschäftsführer des Kernforschungszentrums Karlsruhe
Ewald Katzschmann (1913–1994), Chemiker
Marieluise Bernhard-von Luttitz (1913–1997), Schriftstellerin
Horst Freiherr von Luttitz (1917–nach 2010), Kapitänleutnant
Herbert Schönfeld (* 1919), Journalist und Politiker (SED)
Kurt Seifert (1920–1982), Maler und Grafiker
Johannes Max Müller (1921–2008), Heuristiker, Wegbereiter der Ingenieurmethodik und Hochschullehrer
Claus Thierschmann (1926–2012), Generalleutnant der Luftwaffe
Ernst-Jürgen Dreyer (1934–2011), Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Musikwissenschaftler
Peter Wolf (* 1934), Jurist, Bundeswehrdisziplinaranwalt beim Bundesverwaltungsgericht
Susanne Berthold (* 1936), Ausstellungsgestalterin
Rolf Steding (1937–2016), Rechtswissenschaftler
Hermann Rudolph (* 1939), Journalist und Herausgeber der Zeitung Der Tagesspiegel
Aleksander Klima (* 1945), Biathlet
Axel Kählert (* 1950), Handballspieler
Matthias Jackisch (* 1958), Bildhauer, Zeichner und Performancekünstler
Dagmar Schellenberger (* 1958), Opernsängerin
Kerstin Knabe, geb. Claus (* 1959), Leichtathletin, 1983 Vizeweltmeisterin im 100-Meter-Hürdenlauf
Roland Wetzig (* 1959), Bobfahrer (Olympiasieger 1984)
Birgit Treiber (* 1960), Schwimmerin, Weltmeisterin und mehrfache Europameisterin
Jens Howe (* 1961), Florettfechter
Detlef Bertz (* 1962), Rennrodler
Andreas Boyde (* 1967), Konzertpianist
Kristina Schmidt (* 1968), Vorsitzende Richterin am Bundesarbeitsgericht
Kerstin Eisenreich (* 1969), Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt (Die Linke)
Jürgen Rische (* 1970), Fußballspieler (Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger)
Isabel Schosnig (* 1972), Schauspielerin
Joey Grit Winkler (* 1975), Moderatorin und Journalistin
Anita Maaß (* 1976), Historikerin und Politikerin (FDP), Bürgermeisterin von Lommatzsch sowie Landesvorsitzende der FDP Sachsen
Lukas Koch (* 1980), Fernsehmoderator
Tom Geißler (* 1983), Fußballspieler in der 2. Fußball-Bundesliga
Ulrike Mertesacker (* 1984), Handballspielerin in der deutschen Nationalmannschaft
Kristina Schlechter (* 1984), Volleyball- und Beachvolleyballspielerin
Susanne Heinrich (* 1985), Schriftstellerin und Filmregisseurin
Lucie Heinze (* 1988), Schauspielerin
Eric Krüger (* 1988), Leichtathlet
Melanie Müller (* 1988), Reality-TV-Darstellerin und Schlagersängerin
Babett Peter (* 1988), Fußballspielerin, (DFB-Pokalsiegerin mit 1. FFC Turbine Potsdam), Weltmeisterin 2007
Alexander Wiesner (* 1989), Politiker (AfD), Mitglied des sächsischen Landtages
Martin Schulz (* 1990), Triathlet, Goldmedaillengewinner bei den Paralympics 2016
Jonas Friedrich Leonhardi (* 1990), Schauspieler
Albi (* 1996), Rapper
Roven Vogel (* 2000), Schachspieler

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Paul Mathesius (1548–1584), lutherischer Theologe, Professor der Theologie an der Universität Leipzig und Superintendent in Oschatz
Gottfried Cundisius (1599–1651), lutherischer Theologe, Professor an der Universität Jena und Superintendent in Oschatz
Martin Blochwitz (1602–1629), Mediziner, praktischer Arzt, Stadtphysikus in Oschatz
Johann Carl Friedrich von Brause (1729–1792), lutherischer Theologe, Superintendent von Oschatz
Carl Gottlieb Hering (1766–1853), Lehrer, Musiker (Organist) und Komponist, vertonte in Oschatz bekannte Kinderlieder
Carl August Gadegast (1791–1865), Landwirt und Schafzüchter, MdL
Theodor Günther (1823–1889), Rittergutsbesitzer in Saalhausen und konservativer Politiker, MdR, MdL
Georg von Metzsch-Reichenbach (1836–1927), sächsischer Politiker, Ministerpräsident, 1875–1880 Amtshauptmann in Oschatz
Ernst Ahnert (1859–1944), bedeutender Stenograf, u. a. von Reden und Tischgesprächen Bismarcks und der Friedensverhandlungen in Versailles (1919); lebte und wirkte von 1897 bis 1901 in Oschatz, davor in Zwickau und Varel/Friesland, danach in Dresden
Hermann Vogel von Frommannshausen (1873–1953), 1920–1934 Amtshauptmann in Oschatz
Wilhelm Kunze (1894–1960), 1945 unter sowjetischer Verwaltung Polizeichef und 2. Bürgermeister von Oschatz
Hermann Groine (1897–1941), seit 1934 NSDAP-Kreisleiter in Oschatz
Eugen Bönsch (1897–1951), einer der erfolgreichsten Jagdflieger der k.u.k. Luftfahrtruppen im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg Befehlshaber des Flugplatzes Oschatz
Manfred Schollmeyer (* 1939), Mediziner, Frauenarzt, Chefarzt am Oschatzer Krankenhaus von 1974 bis 2004, Heimatforscher
Frank Kupfer (* 1962), Politiker, Landesminister und Fraktionsvorsitzender der CDU im Sächsischen Landtag

Siehe auch

:

Liste der Superintendenten in Oschatz

Ehrenbürger

| Datum der Verleihung | Name | Geburtsjahr | Sterbejahr | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 26. Februar 1839 | Heinrich Karl Eichstädt | 1771 | 1848 | Altphilologe, Geheimer Hofrat in Jena |
| 8. Januar 1842 | Johann Friedrich Anders | 1828 | 1842 | Vorbild der Menschen im Jahr 1842 |
| 23. Dezember 1845 | Carl Gottfried Grohmann | 1784 | 1853 | Hofsekretär und Kammerzahlmeister aus Dresden |
| 4. Januar 1875 | Ernst Wilhelm Stübel | 1806 | 1889 | Bürgermeister von 1853 bis 1874 in Oschatz |
| 2. Oktober 1876 | Gottlob Wilhelm Moritz Kopp | 1815 | 1880 | Stadtverordnetenvorsteher, Bankier, Sparkassen-Kassierer in Oschatz |
| 27. April 1882 | Dr. med. Franz Gustav Hase [ 20 ] | 1802 | 1885 | praktischer Arzt in Oschatz, Bruder des Karl von Hase |
| 6. Juli 1888 | Friedrich Wilhelm Lehmann | 1814 | 1892 | erster besoldeter Stadtrat von 1869 bis 1892 in Oschatz |
| 19. November 1888 | Gottlieb Ehrenfried Nitzsche | 1813 | 1889 | zweiter besoldeter Stadtrat von 1869 bis 1889 in Oschatz |
| 31. Dezember 1891 | Robert Carl Gadegast | 1828 | 1907 | Ökonomie- und Stadtrat, Rittergutsbesitzer |
| 1. Oktober 1893 | Dr. med. Ernst Moritz Siegert | 1820 | 1896 | Königlicher Stadtbezirksarzt in Oschatz |
| 20. November 1893 | Dr. med. h. c. Friedrich Wilhelm Bernhardt | 1814 | 1900 | Assistenz- und Stadtwundarzt |
| 1. April 1895 | Fürst Otto von Bismarck -Schönhausen | 1815 | 1898 | Reichskanzler |
| 20. Juli 1895 | Ernst Adolf Schmorl | 1818 | 1907 | Königlich Sächsischer Notar und Rechtsanwalt, Stadtrat |
| 1. März 1909 | Carl Gottfried Kutzsche | 1845 | 1925 | erster besoldeter Stadtrat 1892–1914 und stellv. Bürgermeister |
| 29. Juni 1914 | Ernst Robert Härtwig | 1846 | 1931 | Bürgermeister 1879–1914 |
| 30. Dezember 1921 | Hans Julias Schmorl | 1859 | 1940 | Justizrat, Königlich Sächsischer Notar, Rechtsanwalt in Oschatz |
| 1. Oktober 1932 | Theodor Georg Schulze | 1867 | 1943 | erster besoldeter Stadtrat und Bürgermeister von 1923 bis 1932 |
| 27. Oktober 1995 | Gertrud Käthe Lydia Ludwig | 1905 | 2001 | Initiatorin einer Demonstration von Oschatzern am 25. April 1945 zur kampflosen Übergabe der Stadt an die Alliierten |
| 3. Oktober 2000 | Andreas Hans Berthold Zehme | 1938 | 2023 | Pfarrer i. R. (BVK) |
| 5. Januar 2010 | Dr. theol. Martin Kupke | 1940 | | Superintendent des Kreises Oschatz 1986–1999, für seine Verdienste während der friedlichen Revolution im Herbst 1989 |

Daneben - und hier bislang nicht aufgelistet: Juni 1933: Martin Mutschmann (1879–1947), NSDAP-Gauleiter und Reichsstatthalter von Sachsencite-ref-21[21].

• Quelle: „Rund um den Collm“ Ausgabe Nr. 11 (217) 1995
• Kirchbuch Oschatz 1784 Nummer 106 Carl Gottfried Grohmann
• Kirchbuch Oschatz 1771 Nr. 63 8. August geb. getauft 11. August Heinrich Carl Abraham ein Sohn von M. Johann Abraham Eichstädt, Archidiaconi

Literatur

Dietrich Zühlke (Hrsg.): Um Oschatz und Riesa (= Werte unserer Heimat. Band 30). 1. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1977. (Inhaltsverzeichnis)
Cornelius Gurlitt: Oschatz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 28. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (II. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 207.
• Johann Gottlob Frenckel: Diptycha Ositiensia, Oder Historie derer Herren Superintendenten und Diaconen zu Oschatz in Meißen : Aus mancherley gedruckten und geschriebenen Nachrichten, auch andern Documenten; In zweyen Büchern dergestalt abgefaßet, daß sie an statt einer Oschatzer Kirchen-Historie dienet. Mieth, Dresden, 1722.
• Carl Samuel Hoffmann: Historische Beschreibung der Stadt, des Amtes und der Dioeces Oschatz in ältern und neuern Zeiten. mehrbändiges Werk, Oldecop, Oschatz 1815 ff. (Digitalisat).
• Torsten Remus: Das romanische Vogtshaus in Oschatz. in: Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hg.): Die Frühgeschichte Freibergs im überregionalen Vergleich. Städtische Frühgeschichte – Bergbau – früher Hausbau. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2013, S. 417–432, ISBN 978-3-95462-132-3.
• Martin Kühn: Die Privilegierte Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz. Von einer Bürgerwehr zum Sportschützenverein des 21. Jahrhunderts. Norderstedt 2014.
• Eine Überlieferung des Stadtgerichts Oschatz für den Zeitraum 1683–1838 zu Lokalverwaltung, Zivil- und Freiwilliger Gerichtsbarkeit sowie Gerichtsprotokollen befindet sich im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, Bestand 20618 Stadt Oschatz (Stadtgericht).cite-ref-22[22]

Weblinks

Commons

: Oschatz

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Oschatz

– Reiseführer

• Oschatz im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
• Oschatzer Schützengeschichte
• Organindex, Liste der Orgeln im Landkreis Nordsachsen

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-sn-11. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025. (Hilfe dazu).
cite-note-22. Deutscher Wetterdienst: Mittelwerte der Temperatur in der Referenzperiode 1961–1990 nach Stationen (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dwd.de (ZIP-Datei, 51 kB)
cite-note-33. Deutscher Wetterdienst: Mittelwerte des Niederschlags in der Referenzperiode 1961–1990 nach Stationen (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dwd.de (ZIP-Datei, 343 kB)
cite-note-44. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 554f.
cite-note-55. Über uns. Abgerufen am 14. September 2025.
cite-note-66. Hagen Rösner: So alt: Wehren in Oschatz, Mügeln und Dahlen feiern Jubiläum. 26. April 2023, abgerufen am 14. September 2025.
cite-note-77. Pressespiegel, Mitteilung des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins e. V. vom 17. August 2007
cite-note-88. Stalag IV G. Bericht der Schutzmacht Schweiz zur Situation der britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen im Stalag IV G vom 11.–16. März 1945
cite-note-99. Deutsches Ortsnamenbuch. Hrsg. von Manfred Niemeyer. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 478.
cite-note-1010. Oschatz, Oschitz, Ossatz. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 25, Leipzig 1740, Sp. 2086.
cite-note-112. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2024
cite-note-123. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2019
cite-note-134. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
cite-note-1414. Rathaus, Oschatz-Information (Memento vom 4. September 2013 im Webarchiv archive.today)
cite-note-1515. Rathaus, Versicherungsmakler Berlin-Brandenburg Neuenfeld & Reichelt OHG
cite-note-1616. F.W. Mogk: Die Aegidienkirche zu Oschatz. Weihefestschrift., Friedrich Oldekop's Erben, Oschatz, 1849
cite-note-1717. Friedrich Ludwig Müller (Hrsg.): Kurioses aus der Denkmallandschaft. Von irdischen und himmlischen Geschöpfen. Band 1. Monumente Publikationen, Bonn 1998, ISBN 978-3-936942-69-9, S. 20, 21 (96 S.).
cite-note-1818. Klosterkirche, Oschatz-Information (Memento vom 12. April 2015 im Webarchiv archive.today)
cite-note-1919. Kirche Oschatzer Land. Abgerufen am 5. März 2023.
cite-note-205. zu ihm Karl Alfred von Hase, Unsere Hauschronik. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1898, S. 243–254 (Digitalisat)
cite-note-2121. Sächsische Städte ehren den Reichsstatthalter. In: Erzgebirgischer Volksfreund vom 9. Juni 1933, S. 5.
cite-note-2222. 20618 Stadt Oschatz (Stadtgericht). In: Staatsarchiv Leipzig. Abgerufen am 27. März 2020. (Infotext unter „Einleitung“)